Darmstädter Echo vom 05.09.05
Mama "Taxi" ist gefährlich - Aktionstag der Verkehrswacht
DARMSTADT . Unter dem Motto "Brems dich! Schulehat begonnen" haben die Verkehrswacht Darmstadt und die Jugendverkehrsschule der Polizei auf die Gefahren aufmerksam gemacht,die mit dem heutigen Schulstart verbunden sind. Kinder erprobten am Samstag bei einem Aktionstag im Carree ihre Geschicklichkeit auf einem Roller- und Fahrrad-Parcours. Erwachsene testeten mit einem Gurtschlitten, der den Aufprall bei 40 Kilometern pro Stunde simulierte, die Wirkung von Sicherheitsgurten.
„Die Hälfte aller Unfälle auf dem Weg zur Schule,an denen Kinder beteiligt sind, geschieht im Auto“, sagte Gerhard Kraft, Fachberater für Verkehrserziehung an Grund- und Sonderschulen bei der Verkehrswacht Darmstadt. Gründe: Eltern vergäßen oft - aus Leichtsinnigkeit oder in der Hetze des Morgens -, dafür zu sorgen, dass ihre Kinder angeschnallt seien. Und beim Anhalten vor den Schulen verhielten sie sich häufig nicht umsichtig. "Morgens und mittags herrscht absolutes Chaos vor den Schulen. Eltern stellen, weil sie möglichst nahe an den Eingang wollen, Fußgängerüberwege, Ampeln oder Einfahrten zu oder sie parken in zweiter Reihe." Nach Möglichkeit sollte auf das "Mama-Taxi" verzichtet werden."Wenn Kinder zu Fuß zur Schule gehen, lernen sie ihren Schulweg besser kennen, und sie sind geistig reger undmotorisch,fitter", ergänzte Gerd Nathan, Vorsitzender der Verkehrswacht Offenbach. "Die Eltern denken, sie tun was Gutes, bringen ihre Kinder aber damit erst in Gefahr."
Mit dem Rad zur Schule fahren sollten Kinder nach Möglichkeit erst ab der vierten Klasse, wenn sie ihre Fahrradprüfung gemacht haben, sagte Roman Morschett, Leiter der Jugendverkehrsschule der Darmstädter Polizei. Wenn Kinder schon früher mit dem Rad zur Schule wollten, müsse eine Unterschrift der Eltern her. Alle Grundschulen in Darmstadt hielten sich an diese Vereinbarung. Ein Roller sei die beste Vorbereitung auf das Fahrrad. Die in Mode gekommenen Laufräder seien ein Spielzeug und gehörten nicht auf die Straße. FRS

